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Dadaismus, Teil 1

Aktualisiert: 22. Nov 2019

In dieser kurzen Reihe habe ich ein kleines Porträt einer beinahe vergessenen künstlerischen Phase in vier "Tafeln" vorbereitet. Der Dadaismus wurde, so heißt es, 1916 in der Schweiz begründet. Er breitete sich rasch über eine Reihe von künstlerischen Bereichen aus, unter anderem auch die Literatur, und erreichte noch in den 1960er Jahren eine größere Blüte. Gekennzeichnet ist er durch das Streben nach absoluter Sinnbefreiung, was normalerweise irgendwie unfreiwillig komisch anmutet - tatsächlich aber natürlich intendiert ist. Die unterschiedlichsten künstlerischen Medien wurden bevorzugt kombiniert, wie z.B. absurde Kostüme, in denen Texte vorgetragen wurden, aus denen nichts als schiere, unbeugsame Beliebigkeit zu sprechen scheint. Ich habe spaßeshalber versucht, die Regeln dieser frühen abstrakten Kunst für mich nachzustellen:

Der Mähdrescher

Da knutsch!

Kalibert das Gefieder im dritten Fieber

Da hüpf!

Essen zum Besten vergessen Sie nicht, Hessen mit Kresse

Da schmacht!

Fischt ein Tisch benommen die Knödel

Stein.

Da klöppel;

Fräßen Sie eines, und immer daneben

Da beiß

Halstuch und Segen kapiert nicht ein Mähdrescher

Da matsch –

Gewiss nur die Zwetschge aus Plätschern

Da!

Da denk

Neuen Segen und sprich, dass du fündest

Da find

Ein anderes Bier.



Bis bald! euer Schreibotter




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