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Das Schreibresümee

Aktualisiert: 22. Nov 2019


Bin ich dies oder jenes?

Kann ich es oder nicht?

Und darf ich stolz sein?



Jede, die mich nur ein bisschen kennt, weiß, wie sehr ich solche Fragen meide. Sie sind mir viel zu unhandlich, viel zu gefährlich. Ich bin ein großer Freund davon, nicht anzunehmen, sondern rauszufinden; ein beschreibendes, kein vorschreibendes Selbstbild zu pflegen. Sicher kennt ihr das schöne Sprichwort: Geh keine Beziehung ein, um nicht mehr allein zu sein, sondern weil du liebst. Gleichermaßen kann ich nur raten: Schreibe nicht, um dadurch jemand anders zu sein, sondern weil du es liebst.

Und genau so, wie du es liebst!

Ich habe so viele gespaltene Menschen auf meiner bisherigen Reise kennengelernt. Ich rede nicht gern schlecht über andere, aber die Probleme mit verdrehten Selbstbildern nehmen kein Ende. Am größten ist sicherlich die Zahl derer, die ganz selbstverständlich sagen, wer nicht an einem Roman schreibe, schreibe eigentlich gar nicht. Frei nach dem Motto, nur, wer im Louvre ausgestellt ist, malt Bilder, der Rest sind reine Pfuscher. Solch ein Hochmut fällt besonders leicht, solange man jede Kritik damit abtun kann, dass der Text eben noch nicht fertig sei. Hinterher wird dies schwieriger, und so sprießen die Strategien, um die Schuld abzuwälzen: Nicht begeisterte Leser oder gar solche, die man um ihre Meinung gefragt und die ehrlich und höflich geantwortet haben, werden da schnell mal zu Bestien, die es mit allen erdenklichen Mitteln aus dem eigenen Leben zu verbannen gilt...

Schreibe, weil du es liebst. Genau das sehe ich als mein Selbstbild beim Schreiben an. Es ist ganz egal, was man erreichen möchte, man wird nicht darum herum kommen, zu lieben, was man tut, und zu tun, was man liebt. Halten wir inne - ist irgendetwas daran abwegig, das Schreiben gar nicht meistern zu wollen, sondern bloß seinen Spaß damit zu haben oder sich eine bittere Sache von der Seele zu schreiben?


Kurzantwort: Nein, natürlich nicht.

Langantwort:

Fremde Standards sind bedeutungslos im Leben. Man ist niemandem gegenüber moralisch verpflichtet, in seinem Leben auch nur eine einzige Silbe niederzuschreiben, jeder Text, den wir erschaffen, ist eine Errungenschaft, ob er auch nur lesbar ist oder nicht. Entscheidend ist ganz allein, dass man zu sich selbst stehen kann und liebt, was man tut und tut, was man liebt. Dabei ist aber ganz allein uns selbst überlassen, warum wir lieben, was wir da tun, ob wir es lieben, darin zu versinken, ob wir es lieben, mit unseren Texten andere zu begeistern oder nachdenklich zu machen, ob wir es lieben, große Schmerzen und starke Gefühle zu verarbeiten oder jede beliebige Kombination all dessen.






Und falls euch meine Gedanken nicht abgeschreckt haben und ihr euch vorstellen könnt, gemeinsam mit mir und anderen an irgendwas zu schreiben und einfach Spaß zu haben, möchte ich euch meine Protected Text-Seite vorstellen. Hier sind alle Gedanken, Gefühle und Schreibintuitionen frei und es geschieht , was geschehen möchte.

Schreibt mich einfach auf das Passwort an.


Bis bald! euer Schreibotter







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