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Introversion | Nähkästchen

Aktualisiert: 22. Nov 2019




Introversion ist grundsätzlich gesprochen die Besonderheit, manchmal die Gesellschaft anderer Menschen zu meiden. Introvertiertere Menschen mögen es manchmal, alleine zu sein, und manchmal ist es schwer, die tausend Gründe auseinanderzuhalten, die dies haben kann. Fatal ist es allerdings, sie alle in einen Topf zu schmeißen oder sogar für untrennbare Facetten desselben Phänomens zu erklären, das ja schließlich von außen betrachtet immer gleich aussieht oder doch sehr ähnlich. In diesem Sinne beschert uns dieser breite Begriff der Introversion schnell vor allem eines:


Die Irritation.


Es kann sein, dass man schüchtern ist oder große soziale Ängste hat. Es kann sein, dass man kommunikative Schwierigkeiten hat und das Gespräch schon deswegen meidet, obwohl man überhaupt nicht schüchtern ist. Andere Introvertierte suchen wiederum gerade das Gespräch unter vier Augen und erleben es als befreiend - sie brauchen nur nicht die andauernde Gesellschaft ihrer Freunde oder gar Fremder und machen deswegen gern mal eine Pause. Mit Schüchternheit hat auch dies nichts zu tun. Selbstverständlich kann beides gleichzeitig auftreten, genauso selbstverständlich aber kann jemand, der eigentlich sehr gerne allein ist und von Gesellschaft schnell genug hat, vor hunderten Menschen auf einem Tisch tanzen.


(#für euch getestet)


Aber womit hat es dann zu tun?

Nun - vielleicht kann der wissenschaftliche "enge" Begriff der Introversion uns dieses Rätsel aufschließen.

Es verhält sich demnach alles verblüffend simpel. Jeder Mensch hat eine ein bisschen andere neuronale Reizschwelle. Bei Introvertierten liegt diese - bei bester Gesundheit - generell niedriger. (Nach diesem Begriff bin z.B. ich übrigens introvertiert.) Das heißt unter anderem, dass wir schwerer zu ermüden sind und deswegen mit einem ausreichend guten Buch in der Hand schonmal den halben Tag verbringen können. Es heißt aber auch, dass wir uns schneller überreizen - deswegen muss es nicht immer gleich die rauschende Party sein, die uns einfach mehr Stress macht und nicht immer wiegt der Spaß dies auf. Sie darf allerdings auch mal sein - und wenn wir uns dazu hinreißen lassen, dann spiegeln wir ganz genau dieselbe Bandbreite des Gehemmtseins wider wie auch extrovertierte Menschen. Ich z.B. meide nur sehr wenig, wenn ich einmal in Fahrt geraten bin. Ich muss mich allerdings schneller und ausgiebiger von den vielen Eindrücken erholen, was fast immer dazu führt, dass ich als erster nach hause gehe.

Introvertiert, extrovertiert - es ist alles eine Frage des engen oder weiten Begriffes. Keiner davon ist wahr oder falsch, beide haben ihre ungeschmälerte Berechtigung und ihren Sinn. Für mich ist lediglich entscheidend, sie trennen zu können und sich klar zu machen, wovon man redet.


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