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Kapitel 1: Federobduktion

Aktualisiert: 22. Nov 2019



Liebe Leute,

ab heute möchte ich eine Geschichte mit euch teilen, die keinen Sinn hat. Ein Krimi eines Schreibers, der niemals auf die Idee hätte kommen sollen, einen Krimi zu schreiben. Es bedauerlicherweise aber doch tat, weil er an einer "Challenge" teilnahm, um außerhalb seiner Genre-Komfortzone zu schreiben. Eine schändliche, bodenlose Pfuscherei...

Ein Taubenschiss!

Mehr soll nicht verraten werden...

Komissar Taubert hatte seine graue Krawatte angezogen. Sie bestand aus Rattenhaaren, wenn man genauer hinschaute. Tauben hielten nicht sehr viel von Ratten. Sie waren eine lästige Plage in den Taubenstädten. "Ist es nicht ironisch", zwinkerte Taubert seiner Assistentin Elsa Elster zu, "dass ich gar nicht Taubert heißen würde, wenn das hier eine reine Taubenstadt wäre?" "Ach?", fragte Elsa abwesend. Sie hielt eine Plastiktüte mit weißen Daunen in ihrem… ähm… Schnabel. Sie machte sich nämlich eifrig nebenher Notizen mit dem linken Fuß. Elsa war eine Linksfüßerin. Taubert war stolz, dass er das gleich beobachtet hatte. "Ja! In einer reinen Taubenstadt wäre 'Taubert' ein viel zu offensichtlicher, viel zu ineffizienter Name, um unterscheidbar zu sein. Ein Glück, dass wir beide ganz eindeutigen Minderheiten in dieser Stadt angehören, nicht?" "Nein." Taubert strich sich eitel über seine Krawatte. Es war nämlich so, dass er eine Schwäche für Elsa hatte und sie deswegen mit allem dauernd zuschwadronierte, was ihm durch den Taubenschädel ging. "Ich mag Ihren Namen", gestand er. "Elster. Sagt alles, was man wissen muss." Elsa nahm die Tüte mit den Federn und klatschte sie Taubert ins Gesicht. "Aua!" "Sie glauben wohl, Sie könnten sich darüber lustig machen, ja? Eine diebische Elster bei der Mordkomission. Ha. Ha. Ha. Fast so lustig wie das Ableben dieses Spatzen hier. Können wir jetzt bitte einfach mal die Fakten durchgehen?" "Natürlich", räusperte sich Taubert und strich sich schon wieder die Krawatte glatt. Nein, das war nicht gut angekommen. Sie konnte ihn nicht leiden, und das nach allem, was er schon versucht hatte! Am Ende musste er sich sogar noch mit dem Fall beschäftigen. Igitt. "Detleff Kaschinsky", las Elsa den Namen des Spatzen vor, dessen Federn gestern im Park gefunden worden waren, am selben Tag, als auf der anderen Straßenseite die nationale Sonnenblumenkernbank ausgeraubt worden war, kurz NSBKB. Sie schaute auf und sah ihm zynisch in die Augen. "Der gehörte wohl nicht einer Minderheit an, was?" Bedauerlicherweise fehlte Komissar Taubert die stereoskopische Sicht, um zu beurteilen, wie sehr sie sich gerade zu ihm herüber gebeugt hatte. Es konnte alles sein - vom unbeholfenen Flirt bis hin zur unterschwellige Beleidigung, die er nicht verstand. "Im Zweifel für den Angeklagten", erinnerte sich Taubert an eines der Prinzipien der Justiz und begann mit lautem Gurren, seine Halsfedern zu spreizen.


Bis bald!

euer Schreibotter






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