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Kuchen | Nähkästchen

Aktualisiert: 22. Nov 2019



Für alle, die sich wundern, wo denn bei unserem Kaffeekränzchen der Kuchen blieb - den musste ich erstmal backen. Ich liebe das Backen, wenn ich mich abends dazu aufraffen kann. Es ist einfach, entspannend, und es kommen die schönsten Sachen dabei heraus.

Fast hat man manchmal den Eindruck, ein Mythos würde sich um diese Tätigkeit spinnen, die so alt ist wie die Zivilisation selbst: Es wäre schwer, und man müsste irre viel beachten. Zugegeben - man schmeckt Gebäck an, wie viel Zeit, Liebe und Technik da reingeflossen sind. Ich hatte zum Beispiel eine recht lange Phase, in der ich eigentlich immer nur übermüdet Mehl, Hefe, Wasser und noch irgendwelchen anderen Kram aus dem Bauch heraus zusammengeschmissen habe, von elaborierten Maßnehmen oder Gehenlassen ganz zu schweigen. Und das war dann auch nie die Sorte Kuchen, die ich zu einer Party mitbringen oder an meinem eigenen Geburtstag machen würde. Glücklicherweise habe ich heute nur das Feinste vom Feinen für euch dabei.

Süße macht den Kuchen zum Kuchen. Trotzdem: 99% aller Rezepte können in ihrem angegebenen Zuckergehalt mindestens halbiert werden. Ich halte es da gerne mit der Faustregel: Was nicht vor Zucker überquillt, das kann ich auch nach Lust und Laune essen, ohne es zu bereuen.Die Industrie sieht das anders, sie möchte, dass wir bereuen, denn nur, was wir bereuen, macht uns abhängig - paradox, aber wahr. Das rundum erfüllte Bedürfnis ist keins, das uns allzu bald nochmal an die Ladenkasse treibt, und so muss ordentlich Zucker ins Spiel. Damit wir uns kurz gut, aber langfristig schlecht fühlen. Und uns denken: Ich brauch einfach nur mehr.


So kann es nicht wundern, dass die Lebensmittelindustrie uns glauben machen möchte, süße Früchte seien eine so richtig, richtig schlechte und ungesunde Schokoladenalternative. Fruchtzucker soll zweimal so fies sein, wie normaler! So hören wir immer wieder. Gerne unter den Teppich gekehrt wird dabei, dass Schokolade gerne mal 50% Zucker beinhaltet und eine süße Frucht, wenn's so richtig hoch kommt, 5% Fruchtzucker. Schokoriegel der Gesundheit zuliebe? Hat sich was. Backt also lieber mal Frücht mit! Und Nüsse, die sind auch super.

Riesige Zuckeranteile sind außerdem ein billiges Mittel, um mangelnde oder schlechte Gewürzkomposition zu überlagern. Mehr als auf Zucker würde ich beim Feinabstimmen auf Klassiker wie Kokos und Kakao setzen, aber auch auf Zimt, Mandelmehl oder sogar eine Prise Kardamon. Auch beim Fettanteil ist die Lösung denkbar einfach: Olivenöl oder ein anderes Pflanzenöl nehmen statt Butter. Bye bye Gewissensbisse - mit Pflanzenölen muss man nicht sparen, da sie maßvoll verzehrt zu den gesündesten Lebensmitteln zählen, die es gibt.

Eier kann man reintun oder auch nicht, und das war's dann. Kuchen wie aus der Konditorei? Natürlich nicht, aber allemal besser als aus der Tüte. So, und nachdem ihr soeben den literarische Beitrag des Jahrhunderts gelesen habt - wer könnte es bestreiten? - bleibt mir nur, mich zu verabschieden. Genießt den Tag und macht euch ja keine Sorgen! Esst genau das, was ihr mögt!


Falls ihr aber jetzt doch mal auf die Kalorienbremse treten möchtet, habe ich hier ein ganz kleines Geschenklein für euch: Ein kleines Backrezept, das ich mir selbst ausgedacht habe - gesund, schnell & lecker! ^_^

Frühstücksschnitten





Bis bald! euer Schreibotter






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